#18

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ihr hattet schöne und nicht allzu stressige Weihnachtstage. Wir haben dieses Jahr eigentlich nur Heiligabend gefeiert, denn ohne die Familie und das Weihnachtsgefühl mit Baum und Essen ist das wirklich nicht dasselbe. Dafür war unser Heiligabend sehr schön. Wir haben lecker gekocht, mit unserer Familie telefoniert und sind, trotzdem wir soweit weg sind, ganz reich beschenkt worden.

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Wir haben Weihnachtspost bekommen – yuhu!!

Wahnsinn, wie nun schon wieder ein Jahr vorbei ist und was wir in diesem alles erlebt haben. Vor einem Jahr stand noch die ganze anstrengende Zeit ums Abitur vor uns, wir hatten noch keine der Prüfungen geschrieben und konnten auch noch nicht so wirklich verstehen, dass 6 Monate später unsere Schulzeit zu Ende sein sollte. Jetzt sitzen wir hier in Australien, mit einem super guten Abitur in der Tasche, haben in Deutschland gearbeitet, sind nach England, Italien und sogar nach Chile gereist und haben, vor allem auch als Paar, so viele tolle gemeinsame Erfahrungen gesammelt.
Vor einem Jahr war der Gedanke wirklich nach Australien zu fliegen noch so weit entfernt, es schien, als würde das nicht wirklich passieren. Jetzt haben wir uns ein Auto gekauft und sind schon über 8000 Kilometer gefahren, haben tolle Landschaften entdeckt und interessante und auch sehr nette Menschen getroffen.

Es war sicher nicht immer einfach, weder während dem Abitur, noch während dem Arbeiten oder auf Reisen, aber welches Leben ist schon immer einfach? Ich bin mir sicher, jeder von euch hat in diesem Jahr, wenn er zurück blickt schwerere und leichter Zeiten erlebt, mal war das Leben von Hochs und mal eher von Tiefs geprägt, doch ich denke, das Wichtigste ist, das wir alle auf ein Jahr zurückschauen können, dass uns Erfahrungen hat sammeln lassen. Erfahrungen, an denen wir gewachsen sind und neue Dinge gelernt haben und das vor allem, dass die positiven Erlebnisse die negativen überdecken und uns auf ein schönes Jahr zurückblicken lassen.

Jetzt aber mal zu Melbourne, auch darauf Blicke ich nun schon wieder 1500 Kilometer und 1 ½ Wochen zurück. Wir haben unsere Zeit dort in einer AirBnB-Wohnung verbracht, im Herzen von Saint Kilda. Doch anstatt, dass wir unsere Zeit erst einmal entspannt genießen konnten, hatten wir ein Problem mit unserem Auto. Eine halbe Woche vorher ist plötzlich das Fenster an der Fahrerseite kaputtgegangen, wir konnten zwar noch die halbe Scheibe schließen, danach ist sie jedoch nicht gerade nach oben gegangen, sondern in Richtung Fahrer nach innen aus der Schiene gekommen. Da es Freitagnachmittag kurz vor Beginn der Ferien war, wollte uns keiner helfen, außer ein netter Mann einer Vertragswerkstatt von Toyota, der konnte uns die Scheibe zwar nicht reparieren, aber zumindest schließen und mit Holzbrettern stabilisieren, so dass sie nicht mehr aufging.
Für uns war jedoch klar, dass wir sie in Melbourne reparieren mussten, denn bei teilweise 37 Grad kann man definitiv nicht mit nur einem Fenster fahren und wir haben immer lieber die Fenster offen, als die Klimaanlage an.

Somit ging es am Mittwoch als wir in Melbourne ankamen erst einmal auf die Suche nach einer Werkstatt, die uns das Reparieren konnte. Von der ersten wurden wir direkt abgewiesen mit den Worten, das sei viel zu teuer und zu aufwändig das zu reparieren und er habe sowieso keine Zeit. Als wir dann fragten, ob er einen anderen Ort wüsste wo wir fragen könnten, meinte er nur, es würde sich so kurz vor Weihnachten eh keiner für uns interessieren – na danke.

Die zweite Werkstatt bei der wir waren hätte uns, wenn überhaupt auch frühestens nach Neujahr helfen können – da hätten wir ja jetzt noch keine funktionierende Scheibe und wären immer noch in Melbourne. Beim dritten Anlauf hatten wir allerdings Glück. Wir waren bei einer großen Werkstattkette, wo einer der Angestellten am nächsten Tag Zeit hatte sich unser Auto anzuschauen. Somit haben wir am nächsten Morgen unseren Van dort hingebracht und gehofft, sie würden es am selben Tag zumindest schaffen sich das Ganze anzuschauen. Sechs Stunden später bekamen wir dann eine SMS wir sollen in der Werkstatt anrufen, dort wurde uns dann mitgeteilt es könne kein Ersatzteil bestellt werden, aber der Mechaniker könne uns den Mechanismus trotzdem reparieren und wir können unser Auto eine Stunde später abholen. Als wir eine Stunde später zur Werkstatt kamen, unsere Scheibe repariert war und es auch wirklich tadellos funktionierte waren wir natürlich super glücklich und unser Aufenthalt in Melbourne war gerettet. Kurzzeitig hatten wir wirklich schon die Befürchtung, das würde innerhalb der Woche gar nicht mehr klappen.

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Somit konnte es am nächsten Tag auf Entdeckungstour in Saint Kilda gehen. Wir sind einfach bisschen durch die Straßen gewandert und waren am Strand. Es war ganz nett, aber der erste Eindruck war nicht so toll. Auch als wir am Tag darauf nach Melbourne in die Innenstadt gelaufen sind, hat uns die Stadt noch nicht so richtig überzeugt – was jedoch sehr cool war, ist die viktorianische Architektur und die vielen Parks, durch welche wir auf unserem Weg kamen. Für die nächsten beiden Mal, an denen wir die Straßenbahn genommen haben um in die Stadt zu kommen, haben wir uns vorher jeweils ein Café herausgesucht, welches wir besuchen wollten. Dadurch, dass diese nicht in CBD lagen, haben wir noch zwei Viertel von Melbourne gesehen, in die wir sonst wahrscheinlich gar nicht gekommen wären und vor allem haben wir extrem leckeren Kaffee getrunken. Dabei ist an erster Stelle die Rösterei Industry Beans in Fitzroy zu erwähnen. Wir haben noch nie so dermaßen guten Kaffee getrunken. Im Allgemeinen hat uns Fitzroy extrem gut gefallen, da es dort viele Cafés, Restaurants und Läden gab.

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Nach dem die ersten zwei Melbourne-Eindrücke also nicht so gut waren, konnten die nächsten stark aufholen und uns die Stadt doch noch von einer guten Seite zeigen. Trotzdem, waren meine Erwartungen höher. Ich hatte mir vorgestellt, dass viel mehr von Melbourne so ist, wie wir es in Fitzroy erlebt haben, mit vielen Cafés, Restaurants und Läden. Wir haben es nun eher so erlebt, dass man gezielt nach den wirklich guten Cafés suchen muss und nicht querbeet laufen kann und immer etwas findet. Auch wenn das jetzt eher negativ klingt, war es in Melbourne doch sehr schön – wahrscheinlich ist es auch noch deutlich angenehmer, wenn man nicht ausgerechnet in der Woche vor Weihnachten versucht gemütlich durch die Stadt zu schlendern.

Unsere restliche Zeit haben wir sehr entspannt verbracht und genutzt um einfach mal zu entspannen, da so eine Reise auf guten 5 Quadratmetern doch auch sehr anstrengend sein kann. Was mir aber vor allem in unserem Van fehlt, ist ein Ofen um zu backen und alle die leckeren Rezepte zu kochen, für welche man einen Ofen braucht (z.B. Pizza, Ofenkartoffeln…)

Mit neuer Energie, leckerem Kaffee in unseren Geschmacksnerven und frisch gebackenen Rosinenbrötchen im Gepäck ging es dann am Mittwoch vor Weihnachten weiter in Richtung Great Ocean Road und Adelaide, aber darüber wir Felix euch im nächsten Blogeintrag berichten.

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It was time to do what I love the most – cooking and baking

Hiermit verabschiede ich mich für dieses Jahr und wünsche allen Zuhause und anderweitig Verreisten einen super guten Start ins neue Jahr. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt was uns 2018 alles erwarten wird, ein Umzug, eine neue zweite Heimat und der Beginn unseres Studiums wird auf jeden Fall dabei sein. Lasst uns doch unter diesem letzten Post dieses Jahr eure tollsten Erlebnisse sammeln. Kommentiert eure schönsten oder auch prägendsten Erlebnisse des Jahres 2017.

Tausend Küsse und feste Umarmungen,
Fiana


Hey everybody,

I hope you had a lovely Christmas time with all your favorite people. We’ve only celebrated Christmas eve as we didn’t have a real Christmas feeling without a Christmas tree and our family the following two days. Anyway, Christmas eve was really beautiful, we cooked yummy food, talked to our family and got, although we’re this far away, many lovely Christmas presents.

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Yuhu – we’ve got Christmas presents! 

It’s unbelievable how time passes by – the year is nearly over, and we’ve experienced so many things. A year ago, we still had to live an exhausting time during our final exams and we still couldn’t believe that six months later we graduated from high school. Now we’re here in Australia with a really good final degree, we worked in Germany and traveled to England, Italy and also to Chile. We’ve collected so many beautiful memories together and above all we’ve experienced unforgettable moments as a couple. A year ago, I still couldn’t believe that we were going to Australia, it still seemed to be so far away. Now we’ve bought our first own car, travelled more than 8000 Kilometers, explored beautiful landscapes and got to know many interesting and friendly people.

Obviously, it wasn’t always easy, neither the time during our final exams nor when we were working nor now travelling the world. But who’s life is always easy? I’m sure everybody who reads this article had good times and tough times during the last year, everybody has passed through easy times and challenging times, but I think the most important thing is that everyone has made experiences. Experiences, which made them grow and taught them new things, so now everyone can think about the last year as a good one because the good times count more than the bad ones.

Anyway, let’s talk about our time in Melbourne. Since then we’ve driven 1500 kilometers and 1 ½ weeks. We stayed in an Airbnb apartment in the heart of Saint Kilda. Instead of starting our time relaxed we had a problem with our van. A half week before arriving to Melbourne our window at the driver’s side got broken. Although the mechanism worked, the plot of the window was twisted so we couldn’t close it anymore. As it was Friday afternoon nobody was willing to help us but a mechanic from an Toyota workshop. He couldn’t fix the twisted frame but he was able to close our window and to steady it with some wood. However, we had to repair it as it was terrible to drive with only one window opened.

Therefore, the first thing we had to do in Melbourne was to search for a mechanic who could fix our window. The first mechanic we asked said it was to hard and to expensive to fix it and furthermore, he had no time. When we asked him if he knew any outer mechanic we could ask, he just replied nobody would care about us one week before Christmas – thanks man.
The second one also told us he had no time until new year – imagine we would still be in Melbourne with only one working window.
When we came to the third mechanic we were lucky. As it was a bigger brand there was one man who had time to have a look at our van the next day.
So, the next morning we brought our van to the workshop and hoped they would at least have a look at it. Six hours later we got a message we should ring him, and he told us he couldn’t get a new frame, but he could fix the twisted one and we could pic up our car one hour later.
When we came to the garage our window was fixed and now it works without any problem. We couldn’t have been happier. We really thought we wouldn’t get our window fixed in only one week.

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From now on, we had plenty of time to explore Melbourne. The first suburb to explore was Saint Kilda. We walked through the suburb and went to the beach, but our first impression wasn’t that good. The next day we walked 1 ½ hours into the center of Melbourne, although the Victorian architecture and the big parks were really impressing we still didn’t like Melbourne that much. The next two days we took the tram and searched for two good cafés. So, we didn’t only go to Melbourne CBD but also visited North Melbourne and Fitzroy. Especially the café in Fitzroy which is called Industry Beans was really nice. It’s a roastery with a café inside so the coffee was really good. Generally, we liked Fitzroy a lot because there are many cafés, restaurants, bars and shops. That’s the kind of suburb I like the most, when you can walk through the streets not knowing were exactly you because there are so many nice shops.

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After the first two impressions of Melbourne were bad the next experiences were so good I started to like it a lot. Anyway, my expectations were a lot higher, I thought we could find more suburbs like Fitzroy. In the end, I liked Melbourne a lot but it’s still not my favorite city.

The time we had left we spent very chilled as a life on 5 square meters can be exhausting sometimes. I think what I miss most while we’re travelling in our van is an oven to bake and to cook all to good dishes like Pizza or baked potatoes.


With new energy, good coffee in our veins and fresh baked raisin bread rolls in our bag we started our next trip into the direction of the Great Ocean Road.

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Time to do what I love the most – cooking and baking

With these words, I say, see ya’ next year and I wish you all a good start into a new year full of adventures. We’re really looking forward to a new year 2018 and to all the things we’re about to experience like moving to our new second home and starting university. Let’s collect our best experiences of the year 2017 under this post. Just comment your favorite or most impressing moment of the year.

XOXO,
Fiana

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