#16

Hallo zusammen,

endlich gibt es von uns mal wieder einen neuen Beitrag. Wir haben nach unserer Zeit in Sydney einen kleinen Abstecher in die Blue Mountains gemacht der, wie könnte es anders sein, mit schlechtem Wetter anfing. Wir hatten geplant von Norden in die Blue Mountains zu fahren was relativ abrupt endete, nachdem das Polizeiauto, was uns kurz vorher mit Blaulicht überholt hatte, auf der Straße stand und niemanden mehr durchließ. Die Straße wäre gesperrt, weil weiter oben auf der Straße 15 cm Hagel läge und man abwarten müsse bis dieser wieder weg ist.  Nach dieser Aussage hielten wir erst einmal dort an, da wir eine Stunde Umweg hätten in kaufnehmen müssen, wenn wir umgedreht wären und so machten wir Mittagspause. Das Warten hatte sich gelohnt – die Straße war wieder frei und wir kamen durch, wenn auch mit immer noch weißer Straße, da der Hagel noch nicht ganz weg war. Nach diesen Startschwierigkeiten verbrachten wir zwei Nächte in den sehr kalten Bergen, konnten jedoch wegen des Dauerregens keine der schönen Wanderrungen machen, sondern nur an einem Aussichtspunkt anhalten und die 20-minütige Regenpause nutzen um durch die Nebelschwaden etwas von der sehr schönen Landschaft zu sehen.

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Anschließend fuhren wir die Küste entlang Richtung Batemans Bay. Auf dem Weg dorthin, übernachteten wir unter anderem am Lake Tabourie, wo uns der Besitzer kurzerhand 2 Stunden kostenlos zwei SUP-Boards (Stand-Up-Paddling) zu Verfügung stellte und uns zeigte wie man damit fährt. Und so erkundeten wir dann auf unseren Boards den See auf eine Art und Weise die richtig viel Spaß macht.

Stand Up Paddling at Lake Tabourie

In Batemans Bay haben wir noch ein letztes Mal das Meer, den salzigen Wind und türkisblaues Wasser an Stränden voller Palmen genossen, bevor wir dem Paradies für das Erste tschüss gesagt haben und wieder Richtung Inland fuhren. Unser nächstes Ziel hieß Canberra.

It seems like the white heaven beach but it isn't
Es sieht aus wie die Whitesundays, ist es aber nicht

Canberra, eine Stadt die in Australien sehr polarisiert. Denn abgesehen davon, dass dort die Regierung und das Parlament Australiens sitzt, hält der Großteil der Australier nicht sonderlich viel von ihr. „Lohnt sich nicht“, „ist eher Zeitverschwendung“ und ein „muss man nicht gesehen haben“ waren die häufigsten Reaktionen, wenn wir von unserem Ziel Canberra erzählten. Auf der anderen Seite aber gab es auch die, die gerade, weil sie als eher unspektakulär und langweilig gilt meinten, dass wir Canberra unbedingt sehen müssen. Und da es sowieso auf unserem Weg in die Snowy Mountains lag, wollten wir uns ein eigenes Bild von der Stadt, die entweder als hässlich oder als wunderschön beschrieben wird, ohne jegliche Abstufung dazwischen, machen.

Auf den ersten Blick mussten wir dann den ganzen Kritikern recht geben. Das Zentrum beschränkt sich auf eine kleine Fußgängerzone von der Größe einer Kleinstadt. Keine großen Malls, wenige Cafés und bevor wir es bemerkten waren wir aus dem Zentrum schon wieder herausgelaufen bei unserem Spaziergang.  Schaut man jedoch genauer hin gibt es viele kleine Eckchen die einen Charme haben den man sich nicht entgehen lassen sollte. Der schöne See zwischen Regierungsviertel und Zentrum und die Umliegenden Parks, die zwar nicht spektakulär sind, dafür aber voller Menschen, egal ob Grundschüler oder Erwachsener, die in ihrer Mittagspause Fußball, Frisbee und Rugby spielen. Auch die wenigen Cafés die es gibt sind größtenteils super süß, wie z.B. das kleine veganes Café „Sweet Bones“ direkt im Zentrum mit ausgezeichneten Burgern und Muffins.

 

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Hat irgendjemand vegane Burger gesagt?

 

Nach den Tagen in Canberra ging es dann endgültig in die Berge. Unser erster Stopp im Mount Kosciuzko Nationalpark war an einem kleinen See und mitten im Nichts. Doch auch hier hatten wir wieder Pech mit dem Wetter und kamen von einem Gewitter und Starkregen in den nächsten. Deswegen hatten wir leider wenig Gelegenheit auch mal zu Fuß den Nationalpark zu erkunden und entdeckten die beeindruckende Landschaft, die in einem Teil des Parks 2003 komplett abbrannte und weswegen alle Bäume wie Skelette in weiß auf den Hängen stehen, aus dem Auto heraus. Erst zwei Tage später von Jindabyne aus konnten wir dann doch noch eine Wanderung durch die alpine Gegend machen und fanden uns in einer Landschaft wieder, die in vielen Aspekten auch in der Schweiz oder in Österreich hätte sein können. Am Ende der Gravel Road (einer eher schlechten Schotterpiste) wanderten wir durch Blumenhänge, an einem Gebirgsbach entlang und sogar Schneefelder waren dort noch zu finden. Der Weg endete dann hinter einer sehr wackligen Hängebrücke die im Winter Skitourengehern über den Bach hilft.

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Diese für Australien so gänzlich untypische Landschaft war sehr beeindruckend, auch weil wir während der Tour komplett allein dort oben waren, was gerade bei touristischeren Zielen wie dem Mt. Kosciuzko mit Seilbahn nicht der Fall ist.

Wir hatten an diesem einen Tag so Glück mit dem Wetter, dass wir sogar etwas Sonne auf unserer Wanderung hatten und fuhren dann nach der Tour und einem Kaffee in einem gemütlichen Café in Jindabyne wieder nach Norden zu dem See wo wir einige Tage davor schon waren, um am nächsten Tag Richtung Westen aufzubrechen. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch die Abendsonne und vorbei an hunderten von wilden Kaninchen die nicht mehr als 30 km/h zuließen, da sie über all entlang der Straße saßen und mit ihren Jungen die Sonne nutzten – ein wirklich eindrucksvolles Erlebnis von Hügeln voller Kaninchen.

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Ein heißer Tag mit glühender Hitze und staubigen Nebenstraßen quer durch Farmland. Die Temperatur hatte sich im Vergleich zum Vortag verdoppelt und ohne den Fahrtwind wären wir vor Hitze eingegangen. Da kam der Platz am See zum Übernachten in Albury gerade Recht um einmal abzukühlen. Die Fahrt durch Farmland, in dem über 200 Kilometer lang weder ein Supermarkt noch ein Städtchen kommt ließ uns eine Vorstellung davon bekommen welche Dimensionen das Outback Australiens haben muss – heiß, trocken und vor allem sehr einsam.

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Nachdem sich die Temperaturen schon am nächsten Tag wieder halbiert hatten fuhren wir nun endlich Richtung Süden – Richtung Meer. Mittags kam dann eine SMS des State Emergency Service, dass für unser Gebiet starke Überschwemmungen angesagt sind und sich jeder der sich dort aufhält überlegen soll, welche Dinge er im Fall einer Evakuierung mitnehmen will. Ganz so schlimm kam es trotz des Dauerregens zum Glück nicht, der Fluss neben dem unser Campingplatz lag war aber über Nacht über einen Meter gestiegen und nur noch knapp unter dem Niveau der Zeltwiese.

Und so ging es das letzte Mal für uns in Australien mitten durch die Berge über Pässe und enge Bergstraßen Richtung Süden vorbei an wunderschönen einsamen Hochebenen und steilen Tälern bis wir schließlich mit endlich trockenem Wetter am Meer in Lake Entrance ankamen und endlich wieder die salzige Luft in unserer Nase spürten.

Inzwischen sind wir auf dem Weg Richtung Melbourne, die Erlebnisse gibt’s das nächste Mal.

 

Bis bald,

Felix


 

Hey guys,

After a while, there is a new blogpost finally. We did a detour to the Blue Mountains after our time in Sydney, starting with bad weather – how surprising. Our plan was to enter to the Mountains through the north, but we were stopped because the police closed the street due to 15 centimeters hail on the street a bit higher in the Mountains. But by entering through the other road in the south, would have meant one hour more so we decided to stay there and to have our lunch there. It was worth the patience – the street was open again, even if there still were some white parts up the hill on the street. So, we spent two cold nights in the Blue Mountains with a lot of rain (that´s why we didn´t do any walking tracks and just drove to a lookout for having a look at scenic foggy landscape, using a 20-minute window of dry weather) after the difficulties by starting our little detour.

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Following this, we headed along the coast to Batemans Bay. We spent a night at Lake Tabourie on our trip and got a SUP-Lesson (Stand-Up-Paddling) for free. We discovered the lake on our boards after the short introduction how to paddle and had a lot of fun in these two hours.

 

Stand Up Paddling at Lake Tabourie
Stand-Up-Paddling at Lake Tabourie

 

And then there was this moment – we had to say goodbye to the ocean, the salty air, the turquoise water and beaches with palms – we had to say goodbye to paradise for a time because our next destination was inwards the country. Our next destination was Canberra.

It seems like the white heaven beach but it isn't
It seems like the whitesundays but it isn’t

Canberra is a confusing city before you get there because everyone has an opinion about it. The city is polarizing the Australian people. There is everything between “Must see” and “wasted time”, but nothing neutral in the middle of both. The city is known as a not unspectacular city, a boring city, but some say that´s the charm. We wanted to explore the city by ourselves on our way to the Snowy Mountains.

At first view, we must agree with all the criticism. It´s a tiny city center, not bigger than the center of a town. There aren´t any big malls, only a few cafés and without really noticing we passed the center and leaved the inner center already by foot. But at second view, there are a lot of beautiful tiny places all around the city. The lake between city center and government district, the parks in this area, not spectacular but full of people, young and old doing sport like football, frisbee or rugby. And last but not least, the few but amazing cafés, like e.g. the vegan café “Sweet Bones” in the center with fantastic muffins and burgers.

 

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Does someone said vegan Burger?

 

The next stop was the Mount Kosciuzko National Park, where we stayed for the night beside a beautiful lake in the middle of nowhere. But again, we had terrible weather and couldn´t do any walking tracks but one due to thunderstorms and heavy rain. So, we drove through the national park and saw all the impressing landscape in an area which were totally burnt down in 2003 – a landscape full of white tree skeletons. Two days later, we could do at least one walking track, the Illawong Walk. A walking track through alpine landscape, which could be in Austria or Swiss. To get there, we drove a few kilometers of gravel road and hiked through hills full of alpine flowers, beside of a little, fast running river and we even found a few snow fields. The track ended right in front of a windy chain bridge which should help ski tourers in the winter over the river.

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This landscape, so completely untypical for Australia was impressing, partly because we were alone during the whole hike. That´s not often the case when you compare it with tourist destinations like the Mount Kosciuzko with the chairlift up the mountain.

We were lucky regarding the weather and even had some sunshine during the hike. After the hike, we got a coffee in Jindabyne and drove towards the north again to stay at the same spot like a few days before, beside the little lake because we wanted to head towards the west the next day. On the way we drove through the evening sun and passed hundreds of wild rabbits, not allowing to go faster than 30 km/h, sitting everywhere on and beside the street with their fawns – a fantastic picture of hills nearly over populated by rabbits.

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Burning hot and dusty sideroads through dried up farmland – the temperatures was doubled the next day and without the airstream of the car we would wither. Luckily, we had a camp spot directly at the lake near Albury, so we could take a refreshing dip. The drive through the farmland, an area with over 200 kilometers without a really supermarket or a town, we got an impression of what the outback must be like – red-hot, dried out and very lonely.

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After the temperature was halved again we turn towards the south, towards the ocean again – finally. But then we got a message of the State Emergency Service at midday, about expected flooding exactly in our area and that we should prepare a plan for a possible evacuation. Actually, it wasn´t that bad even if we had rain the whole day and the whole night, but the river beside our campsite rose more than a meter overnight and stopped only a bit under the campsite level.

And then, we drove the last time in Australia through Mountains, passes and saddles and on windy mountain roads towards the South through amazing plateaus and steep valleys until we reached the sea in Lake Entrance and got dry weather finally. Salty air – again!

Now, we are in Melbourne, but that’s the next chapter.

 

C´ya

Felix

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